SOKRATES - oder: die Geburt der Philosophie

Seminar Sokrates
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Sokrates war ein Anfang. Mit ihm begann ein praktisch belangvolles Philosophieren, dem die Ehre zukommt, als die früheste Vorform Philosophischer Praxis zu gelten. Berühmt in diesem Sinne ist das Wort Ciceros, Sokrates habe „als erster die Philosophie vom Himmel heruntergeholt, in den Städten angesiedelt, sie sogar in die Häuser eingeführt und die Menschen genötigt, nach dem Leben, den Sitten und dem Guten und Bösen zu fragen.“

Und er hat wahrlich nicht nur gefragt, sondern – mit Hegels herrlicher Wendung – „stieg er den Leuten...auf die unbefangenste Art in der Welt aufs Dach, und dies ohne den didaktischen Ton, ohne den Anschein, belehren zu wollen.“ Nein, er fing „eine gewöhnliche Konversation an und führte auf die feinste Art zu einer Lehre, die sich wie von selbst ergab...“

Und doch wird es mir im Schönstattzentrum am schönen Kahlenberg nicht so sehr um jene „Lehre“ gehen, sondern ganz entschieden um diesen einmaligen Sonderling und Ausnahmemenschen, der Sokrates war, denn es ist in der Tat dieser Mensch, der interessiert. Am Anfang der Philosophie steht kein Gedankengebäude, kein Wissen, sondern ein Mensch, der eine Erschütterung und verändernde Wirkung auslöste. Sokrates war kein Lehrer, er war ein Ereignis. Er philosophierte als ganzer Mensch.

Darum auch werde ich mich auf die frühen, unstrittig, „sokratischen“ Dialoge Platons beschränken, die vom „wirklichen“ Sokrates Zeugnis ablegen: „Die Apologie“ – nebenbei bemerkt ein literarisches Glanzstück – sowie die Dialoge „Kriton“ und „Phaidon“ und vielleicht noch als dialektisches Kabinettstück: den „Euthyphron“.

„Sokrates Kunst sei es gewesen, den Gedanken festzuhalten und ihn so zu nötigen, sich zu bewegen“ Hegel

„Wirklich kann man auch sagen, dass Sokrates nichts wusste; denn er kam nicht dazu, eine Philosophie zu haben und eine Wissenschaft auszubilden.“ Hegel



Organisation und Kosten


Organisation:

Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag, 24. Mai mit einem gemeinsamen Frühstück um 8.30 Uhr und endet am Sonntag, 27. Mai nach einem gemeinsamen Frühstück und Abschlussrunde. Seminarzeiten sind 9.30 bis 12.30 Uhr und 15.30 bis 18 Uhr. Abendlesungen und Diskussion nach dem Abendessen. Am Freitag ist nach Wetterlage eine Wanderung in der näheren Umgebung geplant.

Tagungsort:

Wir tagen im Schönstattzentrum Wien-Kahlenberg, 1190 Wien, Sulzwiese 1 www.schoenstattzentrum-wien.at

Kosten:

Doppelzimmer € 195,20
Einzelzimmer € 216,20
Preise sind inkl. 3x VP, 1x F, Ortstaxe und pro Person. Halbpension möglich. Die Cafeteria bietet von 10 bis 17 Uhr ein reichliches Mittags- und Jausenangebot.

Zimmerreservierung und Auskunft

bei Rene Tichy, bitte um Angabe Halb- oder Vollpension und eventueller Diäten. Die Kosten für Übernachtung/Verpflegung sind mit dem Seminarzentrum selbständig abzurechnen.

Seminarbeitrag:

€ 220/Person bis spätestens 15. Mai 2018 auf das Konto Rene Tichy
IBAN: AT 93 1200 0238 2888 5900
BIC: BKAUATWW

Anreise:

Das Zentrum wird erreicht mit dem Pkw über die Höhenstraße oder mit der öffentlichen Buslinie 38A von Heiligenstadt oder Grinzing bis zur Station Sulzwiese.