„Der Mensch ist das Maß aller Dinge – Und Computer sind das Maß aller Menschen?“

Phil. Abend am Samstag, den 09.11.2013
von 17:00 bis 22:00 Uhr

Der Satz des Protagoras, „Der Mensch ist das Maß aller Dinge“, hat sich durchgesetzt. Kein Maßstab befindet sich über dem Menschen. Mit der digitalen Revolution ist der Mensch noch einen Schritt weiter gegangen. An seine Stelle ist der Computer getreten. Noch fühlen wir eine seltsame Befremdung wenn wir uns vorstellen, dass uns Computer sagen, wer wir sind, und was wir zu tun haben. Aber ist das nicht längst Realität? Betrachtet sich der Mensch nicht wie ein Objekt? Lassen wir uns nicht von Daten sagen, wie es uns geht? Fühlen wir uns nicht gut, wenn wir unser Smartphone ständig in der Hand haben und mit ihm ins Bett gehen? Statt „Erkenne dich selbst“ heißt es jetzt „Erkunde dich selbst.“ Die digitalen Helfer kontrollieren sämtliche Lebensfunktionen inklusive Stimmungen. Früher hörte man auf Gott, dann auf verschiedenste Autoritäten, dann auf die eigene Vernunft, das eigene Gewissen, auf die innere Stimme oder den Bauch. Für Selbstoptimierer klingt das alles wie Komik. Diese zücken ihr Smartphone und lassen sich sagen, wie es um sie steht. Wem das alles zu weit geht, der versuche mal, eine Woche ohne digitale Medien auszukommen und dann seine Befindlichkeit anzugeben.

Kosten: 60,- Euro inkl. kleines Buffet

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