Das Dilemma des modernen Denkens

Diskussionsabend am Freitag, den 30.07.2021
von 19:00 bis 21:00 Uhr

Schon Niklas Luhmann vertrat die These, dass die moderne Gesellschaft keine angemessene Theorie über sich selbst hat. Sie kennt sich selbst nicht. Um der modernen Gesellschaft auf die Spur zu kommen, muss man ihre Denkweise unter die Lupe nehmen. Das moderne Denken frönt der Zeitlichkeit. Alles was ist, hat sich entwickelt. Für vormodernes Denken ist das, was ist, immer schon gegeben gewesen. Modernes Denken interpretiert alles im Hinblick auf seine Funktion. Wir brauchen Religion, Liebe, Moral, Kunst, Gemeinschaft, weil… Das Denken in Funktionen macht aber alles austauschbar und ersetzbar. Über alles muss und wird dadurch kommuniziert, aber niemand kümmert sich um den Sinn. Nichts bleibt unangetastet. Grundlagen werden nicht akzeptiert und werden zerredet. Sind wir aber nicht auf diese Grundlagen angewiesen?

Kosten: 15,- Euro

zurück zur Liste | Teilnehmen!