Jacob Burckhardt: "Über Glück und Unglück in der Weltgeschichte"

Diskussionsabend am Freitag, den 07.08.2020
von 20:00 bis 22:00 Uhr

Burckhardts Essay gehört zum Bedeutendsten, was über Geschichte geschrieben worden ist. Es handelt sich um keine Historie im üblichen Sinne, sondern will den Sinn für geschichtliche Bedeutungen entwickeln. So macht Burckhardt beispielsweise sein Verhältnis zu den Geschichtsphilosophien eines Hegel  oder Marx plausibel.

Seine Fortschrittsskepsis zeigt sich in seiner Aussage, dass der Mensch sich im Wesentlichen gleich bleibt. Auch kennen wir weder die Anfänge, noch die Enden in der Geschichte, sie ist wie ein tiefer Brunnen, der unauslotbar bleibt.

Warum soll man sich dann überhaupt mit Geschichte befassen? Weil „wir durch Erfahrung nicht klug, sondern weise für immer werden wollen.“ Es geht um Veränderung unserer Einstellung zur Geschichte und damit zu uns. Wer nur zeitgeistig lebt, hat keinen Blick für die Geschichte. Burckhardt relativiert Glück und Unglück in der Geschichte und warnt vor der Überschätzung der Gegenwart.

Uns für besser zu halten als frühere Generationen, wäre der Tod der geschichtlichen Erkenntnis. Seine Gedanken, warum das Böse in der Welt ist, und wie wir darüber denken könnten, gehört zu den tiefsten Theodizee- Überlegungen.

Kosten: 15,- Euro

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