Vortrag über Ethik von Ludwig Wittgenstein (1929)

Diskussionsabend am Freitag, den 13.03.2020
von 19:00 bis 21:00 Uhr

„Wäre jemand imstande, ein Buch über Ethik zu schreiben, das wirklich ein Buch über Ethik wäre, so würde dieses Buch mit einem Knall sämtliche anderen Bücher auf der Welt vernichten.“ (Wittgenstein).

 Dies ist der einzige Vortrag, den Wittgenstein vor nicht akademischem Publikum hielt. In einem Brief an seinen Freund Ludwig von Ficker schreibt er: „Mein Werk besteht aus zwei Teilen, in dem was hier vorliegt, und in dem was ich nicht geschrieben habe. Gerade der zweite Teil ist der Wichtigste.“ Wittgenstein meinte damit, dass die Ethik übernatürlich ist, und unsere Worte nur Fakten ausdrücken. Die eigentliche ethische Frage ist die Frage, worauf es eigentlich ankommt, die die Frage nach der rechten und angemessenen Lebensweise. Daher betrifft die Ethik jeden.

Nichtethische Fragen können beantwortet werden, wie z.B. welches der richtige Weg zu einem Ziel ist. Aber welches Ziel überhaupt das richtige ist, ist eine ethische Frage. Für Wittgenstein kann es keine Wissenschaft der Ethik geben, da es Wissenschaft nur von Tatsachen geben kann. Die Wissenschaft kann mir nicht verbindlich sagen, wie ich zu leben habe, ob ich heiraten oder Kinder bekommen soll. Sie beschäftigt sich mit dem, was ist und nicht mit dem, was sein soll. Die gesamte Wissenschaft berührt unsere Lebensprobleme nicht. Wittgenstein reinigt die Gedanken über die Ethik.

Kosten: 15,- Euro

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