Die Moderne steckt nicht in der Krise, sie ist die Krise

Diskussionsabend am Freitag, den 22.11.2019
von 19:00 bis 21:00 Uhr

„Alle meinen, das bisher sei nichts, die nahe Zukunft sei alles. Jeder will der erste in der Zukunft sein und doch ist Totenstille das einzig Sichere und das allen Gemeinsame.“ (Nietzsche).

 „Alles Ständische verdampft, alles Heilige wird entweiht.“ Vielleicht drücken diese Worte von Marx noch immer am besten aus, was es mit der Moderne auf sich hat. Die Krise nagt immer schon an allem, alles ist der Bezweiflung ausgesetzt, alle Selbstverständlichkeiten werden aufgelöst. Die Steuerung und Behebung von Problemen löst weitere Probleme aus, für die auch keine vorbereiteten Lösungen zur Verfügung stehen. Die Moderne ist wie die Schlange Hydra, der zwei weitere Köpfe nachwachsen, wenn man ihr einen abschlägt. Die Moderne steckt nicht in der Krise, sie ist die Krise. Warum ist das so? Wie wurde die Moderne was sie ist? Was macht sie aus? Warum bewegt sie sich beschleunigt und mit ungewissem Ausgang? Weil wir uns ständig an der Zukunft orientieren. Wir haben vermeintlich die Zukunft im Sinn und vermasseln damit die Zukunft erst recht. Dazu wird eine (hoffentlich) überraschende These präsentiert.

Kosten: 15,- Euro

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