Was ein guter Umgang mit einer schlimmen Vergangenheit wäre

Diskussionsabend am Freitag, den 15.11.2019
von 19:00 bis 21:00 Uhr

Ist das Erinnern an historische Gräuel das einzig sichere Mittel, um ihre Wiederkehr zu verhindern? So lautet die übliche Einschätzung. Seit den alten Griechen gab es eine gegenteilige Überzeugung: Nur konsequentes Vergessen galt als Grundlage für Frieden und Unterbrechung von Rache und Vergeltung. Die weltweite Erinnerungsdoktrin wurde durch Auschwitz ausgelöst, um die beispiellosen Verbrechen nicht zu vergessen. Aber tätiges Erinnern schützt auch nicht vor Wiederholung. Der 1. Weltkrieg wurde von den Deutschen erinnert, dann kam der Zweite. Vielleicht knüpfen sich an das Erinnern verfehlte Erwartungen, dass man beispielsweise davor gefeit sei, zu wiederholen. Erinnerung bräuchte Aufklärung darüber, wie es wirklich war und nicht, ein Erinnern, um bestimmte Erwartungen zu erfüllen. Kann die Erinnerung an Verbrechen identitätsstiftend sein?

Kosten: 15,- Euro

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