"Hamlet oder Hekuba. Der Einbruch der Zeit in das Spiel."

Diskussionsabend am Freitag, den 18.10.2019
von 19:00 bis 21:00 Uhr

„Das Drama Hamlet, Prinz von Dänemark, hat unendlich viele Deutungen erfahren. Der schwarzgekleidete, melancholische Prinz ist schließlich zu einem Urbild menschlicher Problematik geworden. Die Symbolkraft dieser Figur hat einen echten Mythos hervorgebracht.“ (Carl Schmitt).

Was geht uns Hamlet heute an? Wenn, wie Carl Schmitt in seiner Schrift „Hamlet oder Hekuba“ behauptet, Hamlet ein moderner europäischer Mythos, und Mythos gegenwärtige Vergangenheit (nicht vergangene Vergangenheit) ist, dann ist Hamlet lebendig, dann ist er eine gegenwärtige Gestalt, in der wir uns erkennen oder entdecken können. Hamlet wäre dann vergleichbar mit anderen europäischen Mythen, wie Don Quichotte oder Faust. Hamlet fußt auf einer barbarischen geschichtlichen Wirklichkeit, er ist keine erfundene Tragödie, er ist eine Gestalt des Überganges und des Umbruches. Er weiß nicht, was er will oder soll, er ist zynisch und ironisch. Ein Nachdenker und Diskutierer, der aber nicht entscheiden und handeln kann. Heute wie damals ist dieser Kampf gegen Hamlets Geist gegenwärtig.

Kosten: 15,- Euro

zurück zur Liste | Teilnehmen!