"Im Moralapostolat-Die Geburt der westlichen Moral aus dem Geist der Reformation

Diskussionsabend am Freitag, den 11.10.2019
von 19:00 bis 21:00 Uhr

„Die Reformation markiert einen eschatologisch aufgeladenen moral turn im Westen; die Verabschiedung einer Tugendethik durch uneingestandene Moralistik. Aus einem Sollen wird ein Müssen; ein Glaubenmüssen, ein Lesenmüssen, ein Begnadetseinmüssen. Aus einem (Pilger-) Weg, der einen hält, während man ihn beschreitet, wird der angstvolle Blick auf ein Ziel, das man nicht verfehlen darf.“ (Horst G. Herrmann).

Ist unser Hang zur Hypermoral, zur unnachsichtigen moralischen Empörung, zur Selbstrechtfertigung, zum Eindeutigen, zur Gewissensberuhigung, zur Verabsolutierung der Innerlichkeit, zum Ressentiment, zur Selbstermächtigung, zum Bescheidwissen und Rechhabenwollen auf dem Boden der von Luther angestoßenen Reformation gewachsen? Muss sich die Welt deshalb um uns drehen, weil wir nicht mehr fähig sind zu Selbstdistanz, Gelassenheit und Nachsichtigkeit? Herrmann behauptet dies in seinem provozierenden Buch.

Kosten: 15,- Euro

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