Salonkultur ist weiblich - die berühmteste Saloniere Rahel Levin

Diskussionsabend am Freitag, den 17.05.2019
von 20:00 bis 22:00 Uhr

„Ich bin eine Falschgeborene“, soll sie gesagt haben und meinte damit, als Jüdin und als Frau geboren zu sein. Sie leidet ein Leben lang unter dem, was sie ihre „infame Geburt“ nennt. Sie macht sich ihr Leben nicht leicht, weil sie selbst denkt und sich nicht in ihre Rolle als Frau des ausgehenden 18. Jahrhunderts einfügt. Darüber hinaus bringt sie ihr Denken auch noch zum Ausdruck in hunderten Briefen und in Gesprächen als berühmteste Saloniere. In ihrem Salon versammeln sich Friedrich Schlegel, Clemens Brentano, die Brüder Humboldt, die Brüder Tieck, Jean Paul, Friedrich Schleiermacher, Fichte und weitere Berühmtheiten. Franz Grillparzer schreibt über eine Begegnung mit der bereits älter gewordenen Rahel: „Sie sprach und sprach bis gegen Mitternacht, und ich weiß nicht mehr, haben sie mich fortgetrieben, oder ging ich von selbst fort. Ich habe nie in meinem Leben interessanter und besser reden gehört.“ Unter allen Salondamen, die die Geschichte der Salons bestimmten, galt sie als die berühmteste Intellektuelle. Sie brachte es mit ihren brillanten Dialogen zur Meisterschaft der Gesprächskunst.

Kosten: 15,- Euro

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