"Von der Kunst des Gesprächs " (Michel de Montaigne)

Diskussionsabend am Freitag, den 01.03.2019
von 19:00 bis 21:00 Uhr

„Alles redet. Nichts gerät mehr und kommt zu Ende. Alles gackert, aber wer will noch still auf dem Nest sitzen und Eier brüten? (Nietzsche, Also sprach Zarathustra)

 

Überall wird gern geredet, geredet und geredet, aber was heißt es, ein gutes Gespräch zu führen, und was gehört alles zu einer Gesprächkultur? Gespräche verkommen in den Talkrunden, in denen es primär um den Unterhaltungswert geht. Das Zuhören, die Entfaltung eines Gedankens, das Ausreden lassen, das Nachdenken werden allzu oft mit Füßen getreten. Sokrates, der erste Meister des Gesprächs, war fähig, einen Gedanken so lange festzuhalten, bis er sich bewegte. Ein gutes Gespräch verlangt Beharrlichkeit, bei der Sache zu bleiben, sich zu konzentrieren. Es ist eine Einübung in Nachdenklichkeit.

Michel de Montaigne hat „der Kunst des Gesprächs“ einen eigenen Essay gewidmet. Wir werden seinen Gedanken nachsinnen, die nichts von ihrer Aktualität verloren haben: „Im übrigen wurmt mich an der Dummheit nichts so sehr wie dies, dass sie so selbstgefällig ist, wie es keine Vernunft vernünftigerweise sein kann. Es ist schade, dass uns die Einsicht verbietet, mit uns selber zufrieden und selbstgewiss zu sein, und uns immer unbefriedigt und unsicher ziehen lässt, während der Starrsinn und die Dreistigkeit der Köpfe, in denen sie hausen, mit Behagen und Zuversicht erfüllen.“

Kosten: 15,- Euro

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