Der Mensch ist das Wesen, das sich selbst erzieht - aber wie wollen wir den Menschen? (von Platon zu Nietzsche über Heidegger zu Sloterdijk)

Diskussionsabend am Freitag, den 14.12.2018
von 19:00 bis 21:00 Uhr

Seit 2.500 Jahren versucht der Humanismus den Menschen zu zivilisieren, ihm seine Grausamkeiten, Barbareien und Egoismen zu nehmen und ihn gemeinschaftsfähig zu machen. Ist „der Humanismus ein kommunitaristisches Phantasma?“ wie Sloterdijk in seiner Elmauer Rede vor 20 Jahren bemerkte? Ist der Humanismus in seinem Anspruch gescheitert? Was zivilisiert noch den Menschen, wenn der Humanismus als Menschenzähmung scheitert? Laut Nietzsche hat sich der Mensch stets gezähmt und sich damit verharmlost, klein, spießbürgerlich, umgänglich, aber auch langweilig gemacht. Aus einem wilden Menschen wurde so laut Nietzsche „der letzte Mensch“, der zahm ist und sich selbst zum Ekel. Sollte der Mensch mit der humanistischen Kultur auf Verharmlosung hin zivilisiert werden?

Auch Platon dachte darüber nach, wie der Mensch beschaffen sein müsste, damit der Staat gut funktioniert. Alle Utopien haben so gedacht. Auch heute denken wir, wie müssen die Menschen sein, damit sie gut in die Wirtschaft und ins System passen. Was macht der Mensch aus sich selbst und wie soll der Mensch sich letztlich begreifen?

Kosten: 15,- Euro

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