Sokrats oder: Die Geburt der Philosophie

Tagesseminar am Samstag, den 19.05.2018
von 10:00 bis 18:00 Uhr

Eine Begegnung mit der seither unerreichten Gestalt eigenwilligsten Philosophierens, mit dem Griechen, der nicht Philosophie lehrte, sondern die Philosophie war…

Sokrates war ein Anfang. Mit ihm begann ein praktisch belangvolles Philosophieren, dem die Ehre zukommt, als die früheste Vorform Philosophischer Praxis zu gelten. Berühmt in diesem Sinne ist das Wort Ciceros. Sokrates habe „als erster die Philosophie vom Himmel heruntergeholt, in den Städten angesiedelt, sie sogar in die Häuser eingeführt und die Menschen genötigt, nach dem Leben, den Sitten und dem Guten und Bösen zu fragen.“

Und er hat wahrlich nicht nur gefragt, sondern – mit Hegels herrlicher Wendung – „stieg er den Leuten…auf die unbefangenste Art in der Welt aufs Dach, und dies ohne den didaktischen Ton, ohne den Anschein, belehren zu wollen.“ Nein, er fing „eine gewöhnliche Konversation an und führte auf die feinste Art zu einer Lehre, die sich wie von selbst ergab…“

Doch es wird mir an diesem Tag nicht so sehr um jene „Lehre“ gehen, sondern ganz entschieden um diesen einmaligen Sonderling und Ausnahmemenschen, der Sokrates war, denn es ist in der Tat dieser Mensch, der interessiert. Am Anfang der Philosophie steht kein Gedankengebäude, kein Wissen, sondern ein Mensch, der eine Erschütterung und verändernde Wirkung auslöste. Sokrates war kein Lehrer, er war ein Ereignis. Er philosophierte als ganzer Mensch.

Darum auch werde ich mich auf die frühen, unstrittig, „sokratischen „Dialoge Platons beschränken, die vom „wirklichen“ Sokrates Zeugnis ablegen: „Die Apologie“ – nebenbei bemerkt ein literarisches Glanzstück – sowie die Dialoge „Kriton“ und „Phaidon“ und vielleicht noch als dialektisches Kabinettstück: den „Euthyphron“.

 

Dieser Philosophische Tag war ursprünglich als Philosophische Reise vom 24.5. – 27.5. im Schönstatt-Zentrum, Wien-Kahlenberg geplant, die aber aus Termingründen nicht stattfinden kann. Ich werde versuchen, den geplanten Inhalt, bei aller Schwierigkeit, auf den oben angebotenen Philosophischen Tag zu komprimieren.

 

 

Kosten: 100,- Euro inkl. kleines Buffet

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