Toleranz – ein Anachronismus?

Phil. Abend am Samstag, den 18.01.2014
von 17:00 bis 22:00 Uhr

Tolerant sein bedeutet, Menschen und Ideen nicht zu unterdrücken, obwohl sie einem gegen den Strich gehen. Ist Toleranz noch sinnvoll? Alles gutheißen kann nicht im Sinn der Toleranzidee sein, denn das wäre Gleichgültigkeit. Ist nicht so manches, was sich in unserer Gesellschaft abspielt, weniger eine Folge von Toleranz, als eben einer solchen Gleichgültigkeit? Und ist nicht Intoleranz, das heißt, sich nicht abfinden mit ungerechten Verhältnissen, sehr oft geboten?

Toleranz scheint aktives Tun zu erfordern. Sich die Mühe machen, genauer kennen zu lernen, was wir tolerieren oder nicht tolerieren, hieße, einen vernünftigen Gebrauch der Toleranz anzustreben. Ein starker Toleranzbegriff duldet nicht nur, sondern respektiert oder anerkennt, was nicht gutgeheißen wird. Wie kam es überhaupt zum Toleranzgedanken? Eine Geschichte der abendländischen Toleranzidee wird so manche Klarheit bringen.

Kosten: 60,- Euro inkl. kleines Buffet

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