Gut sein, oder es sich gut gehen lassen: Lebenshaltungen im Vergleich

Phil. Abend am Samstag, den 11.01.2014
von 17:00 bis 22:00 Uhr

In seinem berühmtesten Werk „Entweder-Oder“ schreibt Kierkegaard, das ihm ein Verführer lieber ist als ein jämmerlicher Ehemann, der über den Verlust und das Schwinden der Liebe in seiner Ehe klagt. Eine solche Zwitterexistenz ist für ihn weder ästhetisch, noch ethisch. Der Verführer, der ein Meister im Genießen ist, der besonnen den Genuss abwarten kann, der die Verführung als Kunst betreibt, ist ein Ästhet. Die ästhetische Haltung, wenn man denn ein Meister in ihr werden will, kann eine Lebensaufgabe sein. Der moderne Mensch, auch wenn er selten darin zur Meisterschaft kommt, ist ästhetisch orientiert. Es ist der optimale Gebrauch der Welt für die eigenen Lebensinteressen, es ist der Mensch, der stets gelobt werden und gefallen will, es ist aber auch der Mensch, der klug und clever seine Mittel gebraucht, um seine Zwecke zu erreichen.

Mit einer ethischen Lebenshaltung wird man, anstatt libidinöser Liebesanbahnungen, sich fragen, was die Beziehung/Ehe von ihm/ihr verlangt, damit sie gelingt. Der Ethiker sieht sich und sein Leben als Aufgabe, und fragt sich nicht nur, wie er ankommt, sondern, wie er sein soll, um einer Angelegenheit gerecht zu werden.

Kosten: 60,- Euro inkl. kleines Buffet

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