Der 8. Geburtstag der Philosophischen Praxis

Donnerstag, den 16.05.2019 - ab 19:30 Uhr, Wohnprojekt Wien, Eintritt frei

Eltern wissen, wie schnell ein Kind heranwächst. Man glaubt es kaum. Ähnlich geht es mir mit der Philosophischen Praxis. Kaum gegründet, sind schon wieder 8 Jahre vergangen. Am 16.5.2011 habe ich die Pforten geöffnet, damals noch in einem Geschäftslokal in der Kaiserstraße. Viele von Euch haben dort so manche Veranstaltungen besucht. 2016 ist die Praxis in die Krakauer Straße übersiedelt.

Dort soll dieser Geburtstag gebührend gefeiert werden. Und diesmal mit einem ganz besonderem Programm.

Es wird eine Lesung geben von Gedichten, Erzählungen und Briefen von Christine Lavant. Sie ist eine der größten deutschsprachigen Dichterinnen des 20. Jahrhunderts, geboren 1915 im Lavanttal in Kärnten, gestorben 1973 in Wolfsberg.

„Ich weiß nicht, ob der Himmel niederkniet,
wenn man zu schwach ist, um hinaufzukommen.“

Diese Zeilen drücken den Zwiespalt aus, in dem sich Christine Lavant zeit ihres Lebens befunden hat, die Erfahrung der eigenen Ohnmacht gepaart mit einer vagen Hoffnung. Dieser Zwiespalt zeigt sich auch in ihren religiösen Gedichten, die zwischen Frömmigkeit und Agnostizismus schwanken. Ihre Religiosität ist seltsam gebrochen, klagend-anklagend, hoffnungsvoll und verzweifelnd gleichzeitig. Die düstere Stimmung in den meisten ihrer Dichtungen, wird immer wieder unterbrochen von einer Ironie, die einem das Lachen im Hals stecken bleiben lässt. Eine wahrhaft philosophische Seele.

Vorgetragen wird diese Hommage an Christine Lavant von Karin Swoboda, die sich schon mit vielen Lesungen in verschiedensten Theatern, in der Nationalbibliothek und in Bildungs- und Kultureinrichtungen u.a. aus Werken von Wilhelm Busch, Christian Morgenstern, Friedrich Nietzsche, Friedrich Hölderlin, Ingeborg Bachmann und Mascha Kaleko ausgezeichnet hat. Die Lesung wird mit Musik begleitet.

Ich selbst werde zu Beginn die letzten Jahre, im Besonderen das letzte Jahr, Revue passieren lassen und mir Gedanken machen über den Begriff der "Philosophischen Seelsorge." Neben der geistigen Nahrung wird der Salon am Park für das Kulinarische sorgen.

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